Katja Flint: Neuer Film feiert Premiere

„Jenseits der Mauer“ heißt der neue Film mit Star-Schauspielerin Katja Flint.
Gestern Abend widmete sich die ARD mit der Premiere des Films in Berlin einem der schwierigsten Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte: der Zwangsadoption. Katja Flint spielt in „Jenseits der Mauer“ Heike Molitor, die mit ihrem Mann Ulrich, gespielt von Edgar Selge, 1974 in den Westen fliehen will. Sie planen ihre Flucht über den Grenzübergang Helmstedt/Marienborn und werden bei der Flucht gefasst. Nach der Verurteilung steht das Ehepaar vor einer schwierigen Entscheidung. Sie können mit ihrem Sohn Klaus in die BRD ausreisen. Ihre zweijährige Tochter Miriam, gespielt von Henriette Confurius, müssen sie zurücklassen. Sie wird zur Adoption freigegeben. Verweigert das Ehepaar die Adoption, müssen beide jahrelang hinter Gitter und beide Kinder würden ihnen weggenommen. „Das ist natürlich eine Horrorentscheidung, aber die Eltern haben keine Wahl“, sagte Flint im Rahmen der Premiere.

Flint fühlt sich an das Schicksal des Vaters erinnert

Sie selbst habe zwar keinen persönlichen Bezug zu der Film-Thematik, aber sie fühle sich an das Schicksal ihres Vaters erinnert. Flints Vater hatte 1953 Republikflucht begangen, das funktionierte damals problemlos per Bahn. Seine Familie blieb in Schwerin zurück. Der Streifen wird am 30. September um 20.15 Uhr in WDR und MDR ausgestrahlt.