Gesund und gut für Dich und die Umwelt: Nachhaltige Haarpflege

Das Thema Nachhaltigkeit ist nicht erst seit gestern in aller Munde. Immer mehr Menschen achten im Supermarkt, beim Buchen einer Reise oder beim Kaufen von Kleidung auf Umweltverträglichkeit und faire Produktionsbedingungen. Das gilt auch für die Haarpflege. Wer hier seine Gewohnheiten und sein Kaufverhalten ändert, wird mit schön glänzenden Haaren belohnt und trägt dazu bei, die Umwelt zu schützen.

Natürlich schön – gewusst wie!

Nachhaltigkeit bei der Haarpflege bedeutet zweierlei: einerseits den Schutz der Umwelt und andererseits eine gesunde Haarpracht. Letztere wird hauptsächlich durch eine bewusste Ernährung erreicht. Andererseits kann es bei der täglichen Pflege zu falscher Anwendung kommen: denn herkömmliche Shampoos und Festiger enthalten oft schädliche Inhaltsstoffe wie Parabene, Paraffine und Silikon. Sie lassen die Frisur kurzzeitig zwar gut aussehen, auf lange Sicht jedoch sind sie für spröde, trockene und gespaltene Haare verantwortlich.

Besonders Silikon ist in die Kritik gekommen. Es ummantelt das Haar und macht es weich. Auf Dauer sorgt diese künstliche Umhüllung jedoch dafür, dass keine pflegenden Stoffe mehr ans Haar gelangen. Das führt zu matten, herunterhängenden Haaren. Außerdem sind Silikone synthetische Polymere, die sich in der Natur nur schwer abbauen lassen. Über das Duschwasser gelangen sie dennoch in den Naturkreislauf.

Inhaltsstoffe aus der Natur

Dabei geht die Haarwäsche auch ganz natürlich – denn es gibt Shampoos die Inhaltsstoffe wie den Bio-Birkenblatt-Extrakt enthalten. Er ist reich an Antioxidantien und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Außerdem stärkt das Extrakt die Struktur des Haares und sorgt für ein gesundes Wachstum und weniger Haarausfall. Zusätzlich schützt es das Haar vor freien Radikalen. Zudem gibt es tolle Haarpflegeprodukte, die weitere wertvolle Inhaltsstoffe aus der Natur wie Reisprotein, pflanzlichem Glycerin, Traubenkernöl oder Mangobutter verwenden, um das Haar geschmeidig werden zu lassen und es mit den wichtigsten Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen.

Auch für Conditioner gibt es alternative Inhaltsstoffe aus der Natur: Einige Hersteller verwenden rein pflanzliche Proteine, die sich als schützende Hülle um jedes Haar legen und Feuchtigkeit spenden. Einige Spülungen enthalten auch natürliche Wirkstoffe wie das Provitamin B5. Es sorgt für glänzendes, glattes Haar.

Nachhaltige Pflege für das Haar

Umweltbewusste Haarpflege hört nicht bei der Wahl eines natürlichen Pflegeproduktes auf. Sie geht weiter – zum Beispiel bei unserem Föhn-Verhalten. Am besten ist es, weitgehend aufs Trocknen mit heißer Luft zu verzichten. Das spart Energie und ist gut für die Frisur. Werden Haare zu oft geföhnt, können sie stumpf und trocken werden.

Außerdem ist es ratsam, das Haar so selten wie möglich zu waschen. So behält es seinen natürlichen Glanz. Die Angst vor fettigem Haar ist dabei meistens unbegründet, denn schon nach wenigen Tagen stellt sich die Kopfhaut auf weniger Wäsche ein, die Talgdrüsen produzieren dann weniger Talg. Und es gibt noch einen Vorteil, der das eigene nachhaltige Verhalten betrifft: Wer sein Haar auf Dauer weniger wäscht, reduziert mittel- und langfristig seinen Wasserverbrauch.

Bild: pixabay.com /Free-Photos

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