Oliver Stone: ‚Geld ist pervers‘


Oliver Stone findet den Geldmarkt „pervers“.

Der Star-Regisseur stellte vergangenen Freitag, 14. Mai, seinen neuen Film ‚Wall Street: Geld schläft nicht‘ beim Filmfestival in Cannes vor. Auf dem Roten Teppich verriet er, worauf er mit der Fortsetzung zum Kultklassiker ‚Wall Street‘ von 1987 erneut aufmerksam machen will. „Ich klage die Geldmafia an! Mein Vater war Börsenmakler, aber heute ist alles Geld pervers. Früher war eine Million viel, heute reicht eine Milliarde nicht“, empört sich der dreifache Oscar-Gewinner im Interview mit der ‚Bild‘. Er stünde zwar hinter dem Präsidenten der USA, zweifelt jedoch daran, dass dieser die Korruption der Finanzwelt in den Griff bekommen könne. „Ich liebe Obama, aber ich fürchte, er hat kein Rezept gegen dieses Haifischgeschäft.“

Der Film, in dem Michael Douglas (65) erneut in die Rolle des Gordon Gekko schlüpft, „enträtselt die Haifischbranche des Geldmachens“, verrät Stone und betont: „Ich habe in Vietnam gekämpft und wurde angeschossen – aber welche Verbrecher heute an der Wall Street arbeiten, das ist unvergleichbar.“

Neben Douglas spielt Hollywood-Jungspund Shia LeBeouf den unerfahrenen Börsenmakler Jacob Moore, der mit Gekkos Tochter verlobt ist und die gestörte Vater-Tochter-Beziehung der beiden kitten soll. Den 23-jährigen Schauspieler vergleicht Stone mit einem „jungen Tom Cruise“. „Er hat die Energie einer brennenden Taschenlampe“, so der 62-jährige Filmemacher ueber den ‚Transformers‘-Darsteller. „Er hat als Training an der Börse mit 20.000 Dollar angefangen – und 330.000 Dollar nach dem Film auf dem Konto gehabt.“

Von Hollywood-Veteran Douglas ist er derweil fasziniert. „Er ist ein großer Charakter. Sein Gesicht altert wie seine Seele. In seinen Augen spürt man seine Odyssee der Sünde“, schwärmt Stone vom Star seines neuen Filmes.