Auch Promis sind nur Menschen

Die große Anzahl der vielen Magazine im Fernsehen, die unzähligen Zeitschriften und nicht zuletzt die vielen Webseiten zum Thema „Klatsch, Tratsch und Promis“ sagen im Grunde genommen alles: Wir Deutschen finden es äußerst unterhaltsam, über das Leben von Promis (und solche die es mal waren oder gerne sein möchten) unterrichtet zu werden. Besonders interessant in der Berichtserstattung sind dabei mehr oder weniger große Skandale oder Peinlichkeiten, die dem Ottonormalbürger aufzeigen dass Promis auch nur Menschen mit Lastern und Fehlern sind.

Motivationen

Psychologisch gesehen ist die Motivation, von der eigenen Unvollkommenheit abzulenken indem man auf die Unvollkommenheit anderer hinweist, mit der größte Beweggrund, warum Berichterstattungen über Skandale von Promis in großen Zeitschriften eine Flut an Privatdiskussionen in Foren oder auf eigenen Blogs lostreten. Logisch, jeder hat eine Meinung zu diesem oder jenem Vorfall und möchte diese einem möglichst Großen Publikum präsentieren. Dabei wird, getreu dem Motto „Bilder sagen mehr als 1000 Worte“, die eigene Meinung gerne mit einem Bild ausgeschmückt, das womöglich, gleich noch den Fehltritt des Promis zeigt, um den es in der Berichterstattung geht. Der Kuß mit einer Liebhaberin oder die klammottentechnische Entgleisung bei einer Party.
Man denkt sich ja: Wenn 1000 andere Webseiten dieses Bild zeigen kann ich das auch machen. Ebenfalls beliebt ist die Rechtfertigung „Das sind Personen des öffentlichen Interesses, die können nichts dagegen machen dass sie fotografiert werden“. Was man aber dabei außer Acht lässt ist, dass das Foto irgendjemand gemacht hat. Ein Fotograf also. Und der hat, ungeachtet der Rechte und Umstände der Person die fotografiert worden ist, definitiv die Rechte an diesem seinem Bild. Und die kann der Fotograf (oder die Agentur, der er die Rechte abgetreten hat) ganz einfach einfordern, was meistens zu einer empfindlichen Zahlung führt, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung oder nur zu einer Abmahnung.

Bilder finden

Ein Anfang, sich sicherer zu fühlen ist, nach Fotos zu suchen, die unter der Creative Commons-Lizenz stehen. Bilder, die dieser Lizenz unterstehen dürfen, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind, problemlos auf der eigenen Webseite gezeigt werden. Es gibt diverse Hobbyfotografen wie z.B. das digital fotoblog oder auch Bilder-Suchmaschinen, bei denen man gezielt nach solchen Fotos suchen kann wie z.B. flickr. Einfach ein Bild von einer anderen Webseite, die auch über diesen Promi berichtet, zu kopieren ist jedenfalls meist mutig bis gefährlich.

Foto: Friday – Fotolia