Vorwurf sexueller Übergriff: Neuer Ärger für US-Präsident Trump

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Gerade versucht das Trump-Lager, die negativen Auswirkungen der Russland-Affäre zu bekämpfen, da droht neuer Ärger: Eine Frau klagt in New York wegen angeblicher sexueller Übergriffe Trumps. Es ist nicht das erste Mal, das ein vermeintliches Opfer den US-Präsidenten unter Druck setzt.

Vorfall im Umfeld der Produktion von „The Apprentice“

Ein New Yorker Gericht hat die Klage von Summer Zervos zugelassen. Zervos gehört zu zehn Frauen, die während des Trump-Wahlkampfs im vorletzten Jahr dem zukünftigen US-Präsidenten vorhielten, sie sexuell belästigt zu haben. Im Fall von Summer Zervos soll sich der Vorfall im Jahr 2007 während der Produktion der „The Apprentice“-TV-Show Donald Trumps ereignet haben, an der sie in Los Angeles als Kandidatin teilnahm. Trump wies die Vorwürfe damals umgehend zurück und bezichtigte alle zehn Frauen der Lüge. Sie würden lediglich seine Wahl verhindern und außerdem finanziellen Profit aus der Situation ziehen wollen, so Trump damals.

Vor Gericht in New York vertraten die Anwälte des US-Präsidenten die Ansicht, dass Trump als US-Oberhaupt nicht vom Gericht eines einzelnen Bundesstaats verklagt werden kann. Die Äußerungen Trumps waren darüber hinaus politische Meinungsäußerungen und deshalb von der Verfassung geschützt.

Dagegen argumentierte die amtierende Richterin, dass niemand über dem Gesetz steht – auch nicht der US-Präsident. Deshalb ließ sie die Klage zu. Präsident Trump unterliegt bei privaten Angelegenheiten wie jeder andere US-Bürger den US-Gesetzen und genießt keine Immunität.

Der US-Präsident und sein Umgang mit Frauen

Zurzeit ist nicht klar abzusehen, was diese Klage für Donald Trump bedeutet – die Prognosen kommen einem diffusen Angebot an Automaten- und Tischspielen gleich, deren Ergebnisse nur schwer vorhersagbar sind. Auf jeden Fall kommt sie zur Unzeit. Das sie erneut sein Verhalten gegenüber Frauen zum Thema hat, dürfte viele Teile der weiblichen Wählerschaft zusehends irritieren. Außerdem könnte Trump gezwungen werden, eine eidesstattliche Versicherung vor Gericht abzugeben. Weitere Frauen könnten unter Eid über weitere Übergriffe durch Donald Trump berichten, oder es könnten Wahlkampfunterlagen des Trump-Teams vom Gericht angefordert werden. Vor diesem Hintergrund haben die Anwälte des US-Präsidenten angekündigt, gegen die richterliche Entscheidung Berufung einzulegen.

Klagen weiterer Frauen

Die Klage von Summer Zervos ist nicht die erste, die gegen Trump beziehungsweise seinen Vertreter anhängig ist. So klagt die US-Erotik-Darstellerin Stephanie Clifford gegen eine Schweigevereinbarung, die eine mutmaßliche Affaire mit Donald Trump zum Gegenstand hat. Und vor Kurzem hat das Ex-Playmate Karen McDougal eine Klage gegen die Zeitschrift „National Enquirer“ eingereicht. Das Blatt hatte ihr die Geschichte über eine angebliche Affäre mit Trump abgekauft, dann aber nicht veröffentlicht. Im Zuge der Honorarzahlung wurde eine Schweigepflicht vereinbart, gegen die McDougal nun klagt.

Artikelfoto: Pixabay-2972186_vborodinova


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