Oscars: Die wichtigsten Fakten im Überblick

Hollywood

Nach der gestrigen Oscar-Verleihung stellen wir uns drei Fragen: Ist Leonardo DiCaprio der große Gewinner des Abends? Wer zum Teufel ist Brie Larson? Und wie lustig, mutig und klug war eigentlich Moderator Chris Rock?


Leonardi DiCaprio gewann endlich seinen ersten Oscar für seine Rolle in „The Revenant“. Damit ist er sicher das Gesprächsthema Nummer eins. Den Titel des besten Films schnappte sich das Filmdrama “Spotlight“. Doch diese beiden Titel waren für Experten zu erwarten. Es gab da aber auch noch einige Überraschungen…

Für uns ist Moderator Chris Rock der Gewinner des Abends

Chris Rock hatte als Moderator der Oscars den heikelsten Job des Abends. Dabei teilte der Comedian kräftig und genüsslich aus und machte die Debatte um die „weißen Preise“ zum Hauptthema des Abends: „Klar, verdammt, ist Hollywood rassistisch!“ sagte Rock in seinem zehnminütigen Monolog am Anfang der Show. Er sagte weiter: „Wieso hat niemand protestiert, als in den 60-er Jahren kein Schwarzer nominiert war? Weil wir echte Probleme hatten, gegen die wir protestieren mussten. Wenn Du vergewaltigt und gelyncht wirst, hast Du keine Zeit, Dich darüber aufzuregen, wer einen Oscar für die beste Kameraführung bekommt.“ Damit bezog sich Chris Rock auf die heftige Kritik an der diesjährigen Oscarverleihung, weil zum zweiten Mal hintereinander kein Afroamerikaner für den begehrten Preis nominiert wurde. Und das, obwohl es eine ganze Reihe preiswürdiger Auftritte gab: Idris Elba in „Beasts of no Nation“, Michael B. Jordan in „Creed“ oder Will Smith in „Erschütternde Wahrheit“ hätten sicherlich eine Nominierung verdient gehabt.

Die Oscar-Academy hat sich nach den Vorwürfen reagiert und ihre Mitgliederstruktur verändert, die vor allem aus älteren weißen Männer besteht. Ob das etwas gebracht hat, werden wir spätestens bei der Bekanntgabe der für 2017 nominierten Schauspieler und Filmemacher sehen.

Sylvester Stallone als großer Verlierer des Abends?

Die größte Überraschung des gestrigen Abends war wohl die, dass Sylvester Stallone den Oscar für die beste Nebenrolle in „Creed“ nicht bekommen hat. Fast 40 Jahre nach „Rocky“ schaffte es Stallone nicht nur seine Fans, sondern auch seine Kritiker zu überzeugen. Experten waren sich deshalb einig, dass er den Preis abstauben würde. Stattdessen bekam Mark Rylance den Oscar als bester Nebendarsteller in „Bridge of Spies“ und wurde somit zum Spielverderber für Stallone.

Wer zum Teufel ist Brie Larson?

Brie Larson ist mit Sicherheit die Newcomerin des Jahres. Mit ihrem Sieg als beste Hauptdarstellerin für „Room“ spielte sich die 26-jährige direkt in die erste Schauspielliga. Larson war jahrelang eher eine Nebenfigur. So auch in Filmen wie „21 Jump Street“, „Dating Queen“ oder „Scott Pilgrim“. In all diesen Filmen war sie sicherlich gut, aber in „Room“ ist sie überragend und hat den Oscar deshalb auch verdient erhalten!

Weitere Preise gab es für…

… Alicia Vikander als beste Nebendarstellerin
… Alejandro G. Inàrritu für die beste Regie
… den Film „The Big Shot“ als bestes adaptiertes Drehbuch
… den Film „The Revenant“ für die beste Kamera
… den Film „Mad Max“ für den besten Schnitt, das beste Szenenbild, das beste Make-Up, das beste Kostüm, den besten Ton und den besten Tonschnitt
… den Film „Amy“ für den besten Dokumentarfilm
… den Film „Saul fia“ für den besten fremdsprachigen Film
… den Film „Ex Machine“ für die besten visuellen Effekte
… den Film „James Bond 007: Spectre“ für den besten Filmsong
… den Film „The Hateful Eight“ für die beste Filmmusik
… den besten Animationsfilm „Alles steht Kopf“
… den besten animierten Kurzfilm „Bear Story“
…den besten Kurzfilm „Stutterer“
… den besten Dokumentarkurzfilm „A Girl in the River“

Video: YouTube


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