Neue pikante Details in Cybersex–Affäre um US–Demokrat

Leute | | 09. 06., 2011 um 16:49

In der Cybersex-Affäre um den US-Abgeordneten Anthony Weiner kommen immer neue pikante Details ans Licht. Die “New York Times” berichtet, dass Weiner Online-Diskussionen mit weiblichen Anhängern über Politik offenbar systematisch auf das Thema Sex lenkte. Dem Nachrichtensender CNN zufolge kursiert ein weiteres Foto im Internet, das Weiners entblößten Penis zeigen soll. Der Demokrat, der als Kandidat für die nächste Bürgermeisterwahl in New York gehandelt wurde, gerät unterdessen auch innerhalb seiner eigenen Partei unter Druck.

Weiner, dessen Name im Englischen wie die Wiener Wurst ausgesprochen wird, die in der US-Umgangssprache wiederum eine Bezeichnung für das männliche Geschlechtsteil ist, hatte am Montag seine ungewöhnichen Aktivitäten im Netz eingeräumt. In einer tränenreichen Pressekonferenz hatte er nach langem Leugnen bestätigt, anzügliche Bilder über das Internet an mehrere junge Frauen geschickt zu haben. Die Affäre war bereits Ende Mai ins Rollen gekommen, als Weiner eine Nahaufnahme seiner eng anliegenden Unterhose mit verdächtiger Ausbeulung versehentlich über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter öffentlich zugänglich ins Internet gestellt hatte.

Die “New York Times” beschreibt nun, wie der Politiker immer wieder bei informellen politischen Chats “schnell und rücksichtlos” auf das Thema Sex gekommen sei. Die Zeitung zitierte etwa eine Studentin aus Seattle, die “völlig überraschend” ein anzügliches Foto von Weiner erhalten habe. In den vergangenen Tagen hatten mehrere Frauen in US-Medien über anstößige Online-Erfahrungen mit dem 46-Jährigen berichtet.

Nach Informationen des Blatts erwarten Weiner und seine Ehefrau offenbar ihr erstes Kind. Huma Abedin, eine Mitarbeiterin von US-Außenministerin Hillary Clinton, sei schwanger, berichtet die “New York Times” unter Berufung auf Bekannte des Paares. Weiner hatte sich am Montag öffentlich bei seiner Frau entschuldigt.

Der Demokrat hatte auf derselben Pressekonferenz erklärt, seinen Sitz im Repräsentantenhaus nicht aufgeben zu wollen. Doch die Rufe nach seinem Rücktritt werden auch aus den eigenen Reihen immer lauter: Die demokratische Abgeordnete Allyson Schwartz stellte sich als erste Parteifreundin gegen Weiner, mittlerweile schlossen sich ihr weitere Abgeordnete an. Die demokratische Minderheitsführerin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, hatte bereits eine Untersuchung durch eine Ethikkommission angekündigt.

AFP

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